Osteopathie
Die osteopathische Medizin ist eine manuelle Kunst zu Erkennung und Behandlung von funktionellen Störungen. Dabei geht es primär darum die Zusammenhänge und Hintergründe, die zur Entstehung von Krankheiten geführt haben, zu erfassen und dem Organismus zu helfen diese Probleme zu lösen. Aktivierung der Selbstheilung und damit Therapie ohne Medikamente und Instrumente ist als Grundlage dieser Disziplin.
Die osteopathische Medizin ist also eine ganzheitliche manuelle
Therapieform und dient vorwiegend der Erkennung und Behandlung von Funktionsstörungen.
Dies sind Störungen im System Mensch, die sich parallel oder häufig
schon im Vorfeld einer medizinisch nachweisbaren Organerkrankung zeigen und
sich somit der klassischen Gerätediagnostik entziehen. Für den geschulten
Therapeuten können diese Störungen aber mit „sehenden Händen“
erfühlt werden. Dazu muss sich der Osteopath in den Patienten einfühlen. Erst durch das Zusammenfügen einzelner Bausteine ergibt sich ein gesamte Bild und ermöglicht es die Entstehung, die Wechselwirkungen und die Hintergründe der Gesundheitsprobleme zu verstehen. Der Mensch wird also in seiner Ganzheit betrachtet.
A. T. Still
immer "weitergraben" - oder die Suche nach dem WARUM
Der Körper – vergleicht man ihn mit einem Uhrwerk – besteht aus einzelnen Elementen und „Rädchen“, die ineinander greifen und sich gegenseitig beeinflussen. Funktioniert auch nur ein Teil nicht korrekt, arbeitet das gesamte Uhrwerk nicht regelgerecht. Genauso verhält es sich mit dem menschlichen Organismus. Der Osteopath dient dabei als Feinmechaniker der die "blockierten Rädchen befreit und wieder in Gang bringt".
Durch Veränderung der Rahmenbedingungen kommt es zur Re-Aktivierung der Selbstheilungskräfte. Die Heilung geschieht dann von innen heraus.
In der Osteopathie werden die Beschwerden ganzheitlich betrachtet. Dabei werden drei sich wechselseitig beeinflussende Systeme berücksichtigt:
1. Der Bewegungsapparat mit all seinen Verbindungen über Knochen, Muskeln, Faszien, Bänder,
Bindegewebe und Nervensystem.
2. Die inneren Organe mit all ihren Aufhängungen
3. Das Craniosacrale System (Schädelregion mit seinen Verbindungen)
Indikationen, Behandlung und Grenzen
Grundsätzlich ist jedes lebendige Gewebe behandlungsfähig. Das bedeutet, dass im Grunde Menschen jeden Alters und jeder Konstitution behandelt werden können. Der osteopathisch geschulte Therapeut konzentriert sich dabei nicht auf die einzelnen Krankheiten, sondern auf den gesamten Menschen unter Anerkennung seiner individuellen Einzigartigkeiten. Werden so mit erfahrenen Händen funktionelle Störungen in den verschiedenen Geweben auf sanfte und meist schmerzfreie Art behoben, kann der Körper damit verbundene ungünstige Anpassungen auflösen. Es entwickelt sich wieder ein Gleichgewicht (Homöostase).
Bei gesundheitlichen Einschränkungen ist es das Ziel der Osteopathie die Selbstregulierung wieder zu stärken. Sprich die Selbstheilung anzuregen. Anbei einige Anwendungsbeispiele, wo die Osteopathie primär oder auch begleitend eingesetzt wird:
* Aufgrund des großen Eifers von Abmahnvereinen und einigen Anwälten ist es uns bedauerlicherweise nicht mehr gestattet Ihnen unsere Erfahrungen bezüglich Indikation mitzuteilen. Dies gilt selbst, wenn wir darauf hinweisen, dass diese Beispiele keine Heilversprechen darstellen. Und dies ganz unabhängig, ob sich die Osteopathie dabei in der Praxis bewährt hat oder nicht. Mit dieser rechtlichen "Realität" müssen wir leider leben. Persönlich biete ich Ihnen hier ein kostenfreies und unverbindliches Telefonat an, um hier Ihre Fragen individuell zu klären.
So könnte nach einer Nennung von Anwendungsbeispielen eine rechtliche Fußnote aussehen:
Die Benennung der beispielhaft aufgeführten Anwendungsgebiete sellt selbstverständlich kein Heilversprechen dar. Noch ist sie eine Garantie für eine Linderung oder Verbesserung aufgeführter Krankheitszustände. Die Anwendungsgebiete beruhen auf Erkenntnissen und Erfahrungen in der hier vorgestellten Therapierichtung (Osteopathie) selbst. Nicht für jeden Bereich besteht eine relevante Anzahl von gesicherten wissenschaftlichen Erkenntnissen, d.h. evidenzbasierten Studien, die die Wirkung bzw. therapeutische Wirksamkeit belegen.
Die Osteopathie ist auch kein Allheilmittel. Ihre Grenzen liegen dort, wo die Selbstheilungskräfte den Körper nicht mehr gesunden lassen können. Die Osteopathie ist auch keine Notfallmedizin, die in lebensbedrohlichen Situationen rettend eingreifen kann. Schwere und akute Erkrankungen, seelische Erkrankungen oder Infektionen müssen erst einmal konventionell behandelt werden. Sind Strukturen zu Schaden gekommen, wie etwa bei Brüchen, Verletzungen oder Wunden, dann müssen auch diese erst schulmedizinisch versorgt werden. So kann es im Einzelfall auch vorkommen, dass in oben angeführten Anwendungsbeispielen die Osteopathie nicht angezeigt und damit kontraindiziert ist.
Daher ist eine ausführliche Erhebung der Krankengeschichte (Anamnese) vor einer osteopathischen Behandlung sehr wichtig. Der Osteopath muss genau wissen, an welchen Beschwerden sein Patient leidet und welche Erkrankungen er bereits gehabt hat. Nicht selten benötigt ein Osteopath dazu Befunde aus der klinischen Diagnostik. Sie helfen ihm, seine eigenen Möglichkeiten als Osteopath einzuschätzen. Stößt er dabei an seine Grenzen wird er seinen Patienten zum Facharzt oder anderen Experten weiterschicken. Die Osteopathie sollte daher nicht alternativ, sondern ergänzend zur Schulmedizin gesehen werden.
Eine osteopathische Behandlung dauert je nach Fall durchschnittlich eine Stunde. Der Körper kann etwa ein bis drei Wochen lang auf eine osteopathische Behandlung reagieren, so dass eine erneute Behandlung je nach Fall erst nach dieser Zeit sinnvoll ist. Nach spätestens viermaliger osteopathischer Behandlung sollte je nach Ausgangslage eine Besserung erzielt worden sein.
ZENTRALER GRUNDSATZ DER OSTEOPATHIE
Osteopathische Prinzipien
Oberstes
Kriterium ist die Beurteilung der Beweglichkeit des Gewebes.
Bei der Betrachtung eines Skelettes fällt auf, dass die Funktion eines
Organs abhängig ist von allen umgebenden Strukturen und deren harmonischem
Zusammenspiel.
Ein funktionierendes Ganzes ist mehr als die Summe der Einzelteile –
dazu gehört u. a. die Vitalität und das Zusammenspiel.
Um das Leben
zu nähren, ist eine gute Zirkulation Voraussetzung. Die Osteopathie beschränkt
sich hier nicht auf die Adern oder Venen, sonder schließt auch andere
Körperflüssigkeiten wie Gehirnwasser, Zwischenzellsubstanz, Lymphe
und Gelenkflüssigkeit mit ein.
Der
Körper ist mit Hilfe verschiedener Systeme in der Lage, sich selbst zu
heilen. Dieses System in Gang zu bringen und im richtigen Maß auszuschöpfen
ist das Ziel. Das Motto lautet also „Hilfe zur Selbsthilfe“.
Otto Flake
Geschichte und Hintergrund
Osteopathie, die hohe Kunst der Manuellen Medizin, ist keineswegs neu. Als der amerikanische Mediziner Dr. Andrew Taylor Still (1828 – 1917) drei seiner Kinder durch Meningitis verlor, schwor er sich, eine „bessere“ Art der Medizin zu finden. Basierend auf intensiven Naturbeobachtungen und mit seinen Erfahrungen als Militärarzt und „Blitzeinrenker“, entwickelte er in der zweiten Hälfte des 19. Jhdt. das Konzept der osteopathischen Wissenschaft und Philosophie.
Die Osteopathie ist eine auf fundierten wissenschaftlichen Erkenntnissen aufbauende Methode, zu deren Anwendung neben genauen Kenntnissen der Anatomie und Physiologie vor allem geschulte und einfühlsame Hände nötig sind.
In Deutschland können sich Physiotherapeuten, Heilpraktiker oder Ärzte durch ein langjähriges berufsbegleitendes Studium osteopathisch qualifizieren. Der Verband der Osteopathen Deutschland (www.osteopathie.de) führt Therapeutenlisten mit anerkannter und abgeschlossener Ausbildung.
Mehr über die Entstehungsgeschichte der Osteopathie erfahren Sie auch unter www.jolandos.de.
Meine osteopathischen Qualifikationen
Meine ersten Erfahrungen mit Techniken der Osteopathie bekam ich bereits 1995 durch "Schnupperkurse" und der Ausbildung im Rahmen der craniosacralen Therapie. Mein berufsbegleitendes Studium der Osteopathie absolvierte ich von 2002 bis 2007 in Ismaning bei München beim Europäischen Colleg für Osteopathie (Collège Ostéopathique Européen).
Ende 2007 machte ich meinen erfolgreichen Abschluss beim COE
und erlangte die Urkunde "Osteopath" der Bundesarbeitsgemeinschaft Osteopathie e. V.

Seit Ende 2001 bin ich Mitglied im Verband der Osteopathen Deutschland e.V. Siehe Button links.
Auf der Website des Verbandes und auf des Osteopathiekompasses finden Sie weitere aufschlussreiche Informationen zur Osteopathie. Dort finden Sie mich auch in der Therapeutenliste.
2008 besuchte ich zusätzliche Spezialkurse (sog. postgraduierte Seminare):
Osteopathie bei Schwangeren, Babies und Kindern bei Mimi.
Mein Dank
Vielen Dank für die tollen Jahre in Ismaning und die hervorragenden Lehrer. Mehr Informationen zur Ausbildung beim COE erfahren Sie unter www.osteo-coe.de.

Jean-Pierre Guillaume
Einer meiner Osteopathie-Mentoren und Boss beim COE in München